Ein Elternhaus für krebskranke Kinder


"Hoffnung auf Heilung" ist unsere Losung und wohl das Wichtigste, was unsere an Krebs erkrankten Kinder und ihre Eltern empfinden.
Auch mein Sohn Christian hoffte auf Heilung. Nach einjähriger Krankheit zeigte sich, dass diese Hoffnung trügerisch war. Ein Bein musste amputiert werden und die einjährige Behandlung begann von vorn. Die Freundin meines Sohnes, die von Krebs geheilt schien, verstarb mit 17 Jahren. Christian hat den Rückfall seiner Erkrankung überstanden und spielt heute Basketball in einer Behindertenmannschaft.
Durch die Schicksale in meiner eigenen Familie weiß ich, welche Belastungen für die Kinder, Eltern und Geschwister während der langwierigen und leider nicht immer erfolgreichen Therapie entstehen. Unser Förderkreis ist deshalb sehr stolz, dass er sein Ziel erreicht hat, das Elternhaus aus Spendenmitteln zu errichten.
Die sich in Behandlung befindlichen Kinder brauchen ihre Eltern - mitunter Tag und Nacht. Für kürzere Therapiepausen haben wir für unsere Kinder mit dem Elternhaus ein kleines Ersatzzuhause geschaffen. Die betroffenen Eltern brauchen sich gegenseitig. Für sie ist es eine Stätte der Begegnung, in der sie Freud und Leid teilen können.
Für unser Elternhaus in Magdeburg haben wir über Jahre gespart. Wir haben bereits umfangreiche Unterstützung erhalten, für die wir sehr dankbar sind, und hoffen darauf, dass diese Unterstützung auch weiterhin anhält.
Dr. Ehlert Natzke
Vorstandsmitglied des Magdeburger Förderkreises krebskranker Kinder e.V.

