Klinikclowns

Eino, zweio, dreio, viero, fünfo, sechso....  siebeno rote Nasen!

In die Kostüme geschlüpft, Gesichter farbenfroh angemalt, die Nasen aufgesetzt und den Koffer geschnappt. Ein paar Aufwärmübungen zur Aktivierung absolviert - und los geht’s.

Die Magdeburger Klinikclowns Frosine, Hanno, Schalotte, Stine, Ratsch Latzenberger, Tipi und natürlich Clown Wuschel besuchen regelmäßig kranke Kinder und deren Angehörige auf den Kinderstationen, so auch auf der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Magdeburg.

 

Sie trösten, spielen, lenken ab,

stellen den Alltag ein wenig auf den Kopf und zaubern bei den Kindern,

und so manchem Erwachsenen, ein Lächeln ins Gesicht.

 

Anders als im Zirkus oder auf der Bühne haben die Klinikclowns kein festes Programm im Kopf. Sie entscheiden ganz spontan, feinfühlig und der Situation angemessen, wie und auf welche Weise sie dem Kind - mit viel Fantasie und Improvisationskunst in der Hosentasche - begegnen, ob laut oder leise, holprig stolpernd oder galant schwebend, musizierend oder tanzend oder einfach pantomimisch, aber immer achtsam in Bezug auf die Bedürfnisse der kleinen und großen Patienten.

Im Jahr 2019 sind die Magdeburger Klinikclowns 15 Jahre alt geworden. Die Idee hatte damals der Liedermacher Martin Rühmann - auch bekannt als Clown Wuschel. Damals waren es drei Clowns. Im Laufe der Jahre kamen neue hinzu und haben die Magdeburger Klinikclowns weiterentwickeln und professionalisieren können. Regelmäßig besuchen sie gemeinsam Fortbildungen und haben eine mehrjährige berufsbegleitende Ausbildung genossen. Bei den Fortbildungen geht es nicht allein um die Optimierung des „Lustigseins“, sondern auch um persönliche Auseinandersetzung mit Krankheit, Tod und - ganz wichtig - dem Leben. Die eigene Haltung dazu ist Grundlage ihrer Arbeit. Denn diese Themen sind im Krankenhaus offensichtlich und beeinflussen das Clownsspiel. Ziel ist nicht die Vermeidung der Themen, sondern der „clowneske Umgang“. So bewegt sich die Clownsarbeit in einem Spannungsfeld zwischen Gefühlen wie Freude und Trauer und dem Spielen im Miteinander und allein. Im Mittelpunkt stehen die Patient*innen und die Angehörigen mit ihren Nöten, Freuden und Bedürfnissen.

 

Ohne die Hilfe von Förderern und Unterstützern wie der Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder e.V. wäre das Projekt Magdeburger Klinikclowns so nicht möglich. Seit vielen Jahren unterstützt der Verein die Arbeit der Klinikclowns finanziell wie auch ideell. Dafür sagen wir Dankeschön.

 

Wenn sich Betten in Kommandozentralen und Krankenzimmer in Raumschiffe verwandeln, wenn Luftschlösser von König*innen regiert werden und dienstbeflissen Geister erscheinen, sind die Klinikclowns in ihrem Element – und mit den Kindern in den unendlichen Weiten phantastischer Welten unterwegs.

 

Phantasie ist unbegrenzt – das ist ihr Geschenk.

 

Quelle Foto/ Text: Magdeburger Klinikclowns https://magdeburger-klinikclowns.de/

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