Musiktherapie

- In der Musiktherapie ist alles erlaubt -

 

Seit 10 Jahren arbeitet Claudia Korthals als Musiktherapeutin für den Magdeburger Förderkreis mit den jungen Patienten des Kinderkrebszentrums Magdeburg.

 

"Mein Name ist Claudia Korthals, ich bin 40 Jahre alt, verheiratet und habe eine 16 jährige Tochter. Seit April 2007 arbeite ich als Diplom - Musiktherapeutin (FH) im Magdeburger Krankenhaus St. Marienstift mit erwachsenen onkologischen Patienten*innen. Ende 2009 wurde ich vom Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder e.V. angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte ebenso in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Magdeburg mit onkologisch erkrankten Kindern und Jugendlichen musiktherapeutisch zu arbeiten. Ich sagte sofort zu und bin nun seit über 10 Jahren wöchentlich auf der Station.

In der Musiktherapie ist alles erlaubt, was einem einfällt. Wir hören gemeinsam Musik, singen oder improvisieren mit den verschiedenen Instrumenten, die ich in einem riesigen Koffer mitbringe.

 

Je nach Alter des Kindes lade ich es ein, mit mir zu dichten oder sich selbst einen Text auszudenken. Auf diese Weise sind schon sehr lustige, traurige, berührende oder verblüffende Geschichtenlieder zustande gekommen, die die aktuelle Situation, die Gefühls- oder Gedankenwelt des Kindes widerspiegeln.

 

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schnell die Kinder sich das Potenzial von Musik oder kreativem Tun zunutze machen. Wie sie alles um sich herum vergessen können, wie sie trotz der schwierigen Situation, in der sie sich befinden, herzhaft lachen und einfach mal Spaß haben …

sei es nur für zehn Minuten."

 

"Sind Familienangehörige im Raum, wenn ich vorbei schaue, können sie die Pause nutzen und kurz Luft schnappen oder einen Kaffee trinken. Bleiben sie im Raum, „müssen“ sie mitmachen J. Grund ist, dass keine Vorführatmosphäre für das Kind entstehen soll. Es ist eben kein „Auftritt“, sondern eine Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen. Gerade für das Kind als Patient kann es sehr wohltuend sein, sich wieder in seiner Selbstwirksamkeit zu spüren und von den Eltern oder Geschwistern anders als schwer krank wahrgenommen zu werden – wenn man alle zur Trommel durch den Raum hüpfen lässt oder den Takt angibt oder lauter und ohrenbetäubender als alle anderen zusammen spielt.

 

Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit dem klinischen Team und dem Elternhilfeverein und hoffe, noch viele Jahre ein Teil der therapeutischen Begleitung der Kinder und Jugendlichen im Kinderkrebszentrum Magdeburg zu sein."

 

Ihre Claudia Korthals

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